Freitag, 12 Januar 2018 13:19

Neuerungen 2018

Neuerungen für Haus- und Grundeigentümer im Jahre 2018
Für Haus- und Grundeigentümer gibt es im Jahr 2018 einige Änderungen bei den Themen „Bauen und Wohnen“ sowie „Energie und Heizung“. Haus & Grundeigentum Hannover hat die wichtigsten Punkte zusammen gefasst.


Bauen und Wohnen:

Am 1. Januar 2018 ist das Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts in Kraft getreten. Es gilt für alle Vertragsabschlüsse ab diesem Datum. Es bezweckt einen verbesserten Verbraucherschutz beim Bau oder beim schlüsselfertigen Kauf von Immobilien. Gefor-dert wird jetzt gesetzlich eine ausführliche Baubeschreibung vom Unternehmer, eine verbindliche Vereinbarung über die Bauzeit und ein zweiwöchiges Widerrufsrecht für Bauherren. Der Bauherr erhält das Recht, unter bestimmten Voraussetzungen während der Bauzeit die Bauausführung ändern zu lassen. Ebenso werden Regelungen zur Preisanpassung bei Mehr-oder Minderleistungen eingeführt. Insgesamt werden für die Zahlung von Abschlägen durch den Verbraucher und für die Absicherung des Wer-klohnanspruchs des Bauunternehmers Obergrenzen eingeführt.

Der Bauherr kann Unterlagen verlangen, die dokumentieren, dass alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften bei der Erstellung des Bauwerks eingehalten worden sind. Ebenso kann er Unterlagen verlangen, die er im Rahmen einer Kreditfinanzierung ge-genüber dem Geldinstitut benötigt.

Neu geregelt wird auch das Recht der Bauabnahme. Weigert sich der Bauherr hieran mitzuwirken, so kann der Unternehmer verlangen, dass der Zustand des Bauwerks festgestellt wird und dass der Bauherr an dieser Feststellung mitwirkt.

Auch das Kaufrecht ist durch dieses Gesetz geändert worden. Sind eingebaute Materia-lien mangelhaft, so stehen dem Käufer Mängelrechte zu. Er kann dann Nacherfüllung verlangen, also einen mangelfreien Zustand. Dieser Nacherfüllungsanspruch umfasst jetzt auch Kosten für den Ausbau des mangelhaften und den Einbau des mangelfreien Materials. Bei Gerichten werden spezielle Spruchkammern eingerichtet, die ausschließlich für Bausachen und für Streitigkeiten mit dem Architekten zuständig sind.


Energie/Heizung:

Die Anschaffung einer umweltgerechten Heizung, betrieben mit regenerativer umweltschonender Energie, wird besonders gefördert. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Förderanträge für den Einbau einer Solaranlage, Wärmepumpe oder Holzheizung sind bereits vor dem Beginn der geplanten Maßnahme zu stellen.

Fotovoltaikanlagen und Stromspeicher werden durch Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schon länger gefördert. Dazu können zinsgünstige Darlehen aus dem KfW-Programm 275 (Erneuerbare Energien – Speicher) in Anspruch genommen werden, zu deren Tilgung Zuschüsse gezahlt werden. Ab dem 1. Januar 2018 sinken diese Tilgungszuschüsse von 13 auf 10 Prozent.