Freitag, 25 Januar 2019 15:07

Seminar über Streit in der WEG ausgebucht

„Streit in der WEG: Wer darf was?“ hieß das komplett ausgebuchte Seminar von HAUS & GRUNDEIGENTUM am 25. Januar. Rechtsanwalt und Notar Ralph Schröder erläuterte sowohl rechtliche Grundlagen der WEG als auch die Kompetenzen des Verwalters, des Beirats und des einzelnen Wohnungs- und Teileigentümers.

Die wichtigsten Fakten:
- Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer ist rechtsfähig, soweit sie bei der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums am Rechtsverkehr teilnimmt.
- Gläubiger der Gemeinschaft können auf deren Verwaltungsvermögen zugreifen, das auch die Ansprüche der Gemeinschaft gegen die Wohnungseigentümer und gegen Dritte      umfasst.
- Zu den pfändbaren Ansprüchen der Gemeinschaft gehören der Anspruch, ihr die finanzielle Grundlage zur Begleichung der laufenden Verpflichtungen durch Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan, seine Ergänzung (Deckungsumlage) oder die Jahresabrechnung zu verschaffen, sowie Ansprüche aus Verletzung dieser Verpflichtung.
- Die Anfechtung von Beschlüssen der Wohnungseigentümerversammlung betrifft die Willensbildung innerhalb der Gemeinschaft und richtet sich daher nicht gegen den Verband, sondern gegen die übrigen Wohnungseigentümer.
- Neben der Haftung der teilrechtsfähigen Wohnungseigentümergemeinschaft kommt eine akzessorische (hinzutretende) gesamtschuldnerische Haftung der Wohnungseigentümer nur in Betracht, wenn diese sich neben dem Verband auch klar und eindeutig persönlich verpflichtet haben.