Freitag, 02 November 2018 13:51

Die erste gemeinsame Wohnung

Tipps von der Energieberatung der Verbraucherzentrale - um Energie und Geld zu sparen.
Mit dem Partner oder der Partnerin in die erste gemeinsame Wohnung zu ziehen, ist aufregend. Insbesondere für junge Menschen, die kein regelmäßiges Einkommen haben und knapp bei Kasse sind, gestaltet sich die Wohnungssuche vielerorts allerdings als schwierig. So ist die Freude natürlich sehr groß, wenn ein passendes und bezahlbares gemeinsames Zuhause in greifbare Nähe rückt. Doch bevor der Mietvertrag unterzeichnet wird, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die zu erwartenden Energiekosten zu werfen.

Was gilt es zu beachten?
- Elektroheizungen verursachen deutlich höhere Heizkosten als Heizungen, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden.
- Auch die Warmwasserbereitung mit Strom kann teuer werden. Veraltete Durchlauferhitzer oder große Wasserboiler treiben die Energiekosten besonders in die Höhe.
- Der Blick auf die Fenster lohnt sich: Schließen alte Flügel nicht dicht, wird das Heizen teuer und Zugluft macht das Wohnen ungemütlich.
- Rollläden, die als Sonnenschutz und Sichtschutz dienen, können ebenfalls Zugluft und Wärmeverlust verursachen. Das ist immer dann der Fall, wenn alte Rollladenkästen undicht und nicht gedämmt sind.
- Schlecht gedämmte Wohnungen heizen sich im Sommer stark auf. Sorgen ausschließlich innen angebrachte Rollos oder Jalousien für Sonnenschutz, reichen diese meist nicht aus.
- Ist in Wohnungen kein Trockenraum vorhanden, wird oft auf einen Wäschetrockner zurückgegriffen. Auch sein Stromverbrauch kann sehr hoch ausfallen.
Was ist zu tun?
- Beim Vermieter um eine Kopie des Energieausweises des Hauses bitten. Energieexperten schätzen in der Energieberatung der Verbraucherzentrale die energetische Qualität der Wohnung ein.
- Den Vormieter fragen, ob er Mängel bei der Beheizung, oder Zugluft bemerkt hat. Wie hoch waren die Raumtemperaturen im Sommer? Am besten ist es, sich die letzte Heizkostenabrechnung zeigen zu lassen und sich die Gesamtkosten sowie die Wohnfläche zu notieren. Diese Angaben erlauben dem Energieberater eine erste Einschätzung der Wohnung abzugeben.
- Bevor die Entscheidung fällt, welche Geräte mit in die neue Wohnung kommen, sollte der Stromverbrauch gemessen werden. Kostenlose Leih-Messgeräte sowie eine Auswertung der Ergebnisse gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.
- Bei neuen Haushaltsgeräte, die höchste Effizienzklasse wählen. Je nach Gerätetyp ist das bei einigen A+++, bei anderen A+ oder A. Die höchste Klasse findet sich auf dem Energielabel ganz oben in grün.

Unterstützung und anbieterunabhängige Hilfe bei allen Fragen zur Heizkostenabrechnung und zum richtigen Heizen bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Mehr Informationen gibt es unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.